Windenergie sichert 11.900 Jobs in Schleswig-Holstein

KIEL

Bau und Betrieb von Windrädern in Schleswig-Holstein haben laut einer Studie in Schleswig-Holstein 2018 11.900 Arbeitsplätze gesichert. „Die Windenergie an Land ist ein Jobmotor“, sagte der Vorsitzende des Landesverbands WindEnergie Schleswig-Holstein (BWE), Horst Leithoff. Allein der Betrieb bereits aufgestellter Anlagen beschäftigte im Land 9100 Menschen. Für die Studie hatte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Daten der Bundesnetzagentur und des Statistischen Bundesamts ausgewertet. Demnach wurden durch die Windenergie an Land im nördlichsten Bundesland 2018 weitere wirtschaftliche Effekte in Höhe von 1,34 Milliarden Euro ausgelöst. „Das entspricht knapp einem Drittel der Tourismuswirtschaft in Schleswig-Holstein“, sagte Marc Mecke vom DIW. Nur sieben Prozent der Wirtschaftseffekte entfielen auf Investitionen in neue Anlagen, der überwiegende Teil resultiert aus dem Betrieb von Windrädern inklusive Wartung.

Zudem flossen dem Land und den Kommunen 45,6 Millionen Euro an Steuern zu, davon 32,2 Millionen Euro aus dem Betrieb der Anlagen und 13,4 Millionen Euro aus Investitionen in neue Windräder. In die Auswertung des DIW floss aber nur ein Teil der Gewerbesteuern ein. 2019 war der Bau neuer Windräder an Land im nördlichsten Bundesland eingebrochen. In Deutschland wurden an Land nur 276 neue Anlagen mit einer Leistung von 940 Megawatt in Betrieb genommen – der geringste Zubau seit mehr als 20 Jahren. Mit Abstand die meisten Windräder stehen in den Kreisen Nordfriesland (762 Windräder mit zusammen 1969,9 Megawatt) und Dithmarschen (831 Windräder mit 1795,5 Megawatt).