Lauenburger SPD fordert Aus für fossile Brennstoffe

Versorgungsbetriebe sollen ausschließlich erneuerbare Energiequellen nutzen

LAUENBURG

„Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung verbrennt Erdgas umweltschonend und hat den geringsten CO2-Ausstoß von allen fossilen Energieträgern“, werben die Versorgungsbetriebe Elbe auf ihrer Webseite. Wenn es nach der SPD-Fraktion geht, soll das Unternehmen bis 2028 auf Erdgas und sonstige fossile Energieträger komplett verzichten. Dasselbe gilt für den Anteil von Kohle und Atomkraft an der Stromerzeugung. „Die Stadt Lauenburg trägt als Gesellschafterin des lokalen Energieversorgers eine besondere Verantwortung. Wir schlagen daher den vorliegenden Ausstiegsplan vor, damit wir unseren Beitrag leisten“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Zu den fossilen Energiequellen zählen Steinkohle, Braunkohle, Torf, Erdgas und Erdöl. Als regenerative Energiequellen bezeichnet man derzeit Sonnenenergie, Biomasse, Windenergie und Wasserkraft.

Nach Angaben der Lauenburger SPD beträgt beispielsweise der Anteil von Kohle an der Stromgewinnung bei den Versorgungsbetrieben derzeit noch 25 Prozent. Atomenergie schlägt demnach noch mit acht Prozent bei der Stromgewinnung durch die Versorgungsbetriebe zu Buche. Die Stadtwerke Geesthacht werben auf ihrer Webseite, dass sie bereits seit 2017 Privatkunden ausschließlich mit Ökostrom beliefern. Auch bei den Versorgungsbetrieben Elbe können Kunden einen Ökostrom- Tarif wählen. Das sogenannte „Öko-Bonbon“ liefert Strom zu 100 Prozent aus Wasserkraft. Nach dem Antrag der SPD soll dieser Tarif bis zum 1. Januar kommenden Jahres so umgestellt werden, dass das Produkt mit dem Siegel „ok-power“ versehen werden kann. Dieses Siegel bescheinigt dem Stromtarif des Anbieters neben 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien auch einen fairen Umgang mit Verbrauchern. Voraussetzung für die Zertifizierung ist, dass der Stromanbieter keine Anteile an Atom- und Kohlekraftanlagen besitzt und den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv fördert. Ebenso wäre für diesen Tarif das Siegel „Grüner Strom“ denkbar, das ähnliche Kriterien voraussetzt. Über den Antrag der SPD berät der Ausschuss für Umwelt, Energiewende und Digitalisierung in der Sitzung am Montag, 24. Februar, 19 Uhr, im Haus der Begegnung am Fürstengarten 29.