Neuer Transporter der Stadtwerke fährt elektrisch – In anderen Bereichen setzt der Baubetriebshof auf Benzin und Diesel
PLÖN
Er schafft 50 Kilometer pro Stunde, hat eine Spurbreite von anderthalb Metern, kann 950 Kilogramm zuladen und ist sehr leise: Der neue Transporter der Stadtwerke Plön hat einen Elektro-Antrieb. Er soll vor allem in der Stadtreinigung zum Einsatz kommen, aber auch bei der Wegekontrolle auf Rad- und Fußwegen oder beim Gießen der Pflanzen im Sommer. Der kleine Transporter ist Ersatz für das erste E-Fahrzeug des Baubetriebshofs, dessen Leasingvertrag nach fünf Jahren ausgelaufen war. „Der Tausch war nötig, bei dem ersten Pritschenfahrzeug ging die Akkuleistung zuletzt stark nach unten“, erklärt Heiner Rausch, Leiter des Baubetriebshofs. Ab Mai soll ein weiterer E-Transporter hinzukommen. Ist er da, umfasst der Fuhrpark des Baubetriebshofs 13 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und zwei mit E-Antrieb. „In der E-Mobilität liegt die Zukunft“, so Jürgen Schäffner, Vorstand der Stadtwerke Plön. Man müsse allerdings schauen, ob die Anwendungsfälle einen E-Antrieb zuließen. Rausch ergänzt, dass ein Elektro- Motor dann schwierig sei, wenn die Anbaugeräte eine hohe Leistung bräuchten, etwa bei Kehrmaschinen. „Die Modelle, die es gibt, sind noch nicht so ausgereift. Da wollen wir kein Risiko eingehen.“ Besser sehe es bei den Handmaschinen aus, die die Mitarbeiter des Baubetriebshofs nutzen. Hier sei seit Jahren Akkutechnik im Einsatz. „Bei den Motorsägen gibt es dadurch kein Leerlaufgeräusch mehr“, erläutert Rausch. Auch elektrische Heckenscheren würden genutzt. Bei den Laubpustern setze man allerdings weiter auf Verbrennungsmotoren. „Bei allem, was eine hohe Drehzahl hat und viel Kraft braucht, hakt es“, so Rausch mit Blick auf Geräte mit E-Antrieb. Die Bemühungen der Stadtwerke passen zum Bestreben der Stadtverwaltung, mehr E-Mobilität in Plön zu etablieren. Zwar sind laut Stadtsprecher Frank Neufeind von städtischer Seite momentan keine weiteren Ladesäulen für E-Fahrzeuge geplant, man wolle aber Carsharing in die Stadt bringen. Einen weiteren Beitrag für einen nachhaltigeren Verkehr könnten zudem Fahrräder der Sprottenflotte leisten. Die Gespräche mit dem Mobilitätsmanagement der Kiel-Region liefen, so Neufeind. „Wir müssen nun schauen, an welchen Stellen in der Stadt die Fahrräder stehen können.“ Das Leihradsystem der Kiel-Region könnte 2021 nach Plön kommen.