Grundstein für Millionen-Projekt
Dank Städtebauförderung: Neugestaltetes Freibad „Ludwigslust“ in Hohenwestedt soll schon im Frühjahr 2021 eröffnen
HOHENWESTEDT
Vom neuen Hohenwestedter Freibad soll die ganze Region profitieren, und deshalb gehörten auch viele Bürgermeister von Umlandgemeinden zu den Gästen der feierlichen Grundsteinlegung. Der 8,4-Millionen-Euro-Neubau wird mit fünf Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung bezuschusst. „Wir haben dies Geld gern zur Verfügung gestellt, weil hier eine Kommune bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, die Rolle des Zentralorts zu übernehmen und Zukunftsperspektiven für die Menschen zu schaffen“, lobte Innenminister Hans-Joachim Grote.
„Es wird gebaut, es geht voran, das Ziel kommt langsam in Sicht“, sagte Bürgervorsteher Carsten Wiele, als er die Gäste der Grundsteinlegung auf der Freibad- Großbaustelle begrüßte. Als die Gemeinde Hohenwestedt 2011 die ersten konkreten Beschlüsse zur Neugestaltung des Freibads Ludwigslust fasste, wurde die Gemeinde auch in das Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ aufgenommen. In den vergangenen neun Jahren habe es „viele Gespräche gegeben, es fand eine Bürgerbeteiligung statt, die Gremien unserer Gemeinde haben fleißig getagt, und die Architekten waren auch nicht untätig“, resümierte Wiele: „Nach einer so langen Vorbereitungs- und Planungszeit erfüllt es uns nun mit großer Freude und mit Stolz, dass wir heute diese Grundsteinlegung vornehmen können.“
Der Freibad-Neubau mit seinem Bauvolumen von 8,4 Millionen Euro ist ein Vorhaben der Superlative. „Das ist das größte Projekt in der Geschichte Hohenwestedts“, erklärte Bürgervorsteher Wiele. „Dafür haben wir auch die höchste Einzelförderung bekommen, die Hohenwestedt in seiner jüngsten Geschichte erhalten hat“, ergänzte Bürgermeister Jan Butenschön mit Blick auf die knapp fünf Millionen Euro aus den Mitteln der Städtebauförderung, die das Land Schleswig-Holstein 2019 freigegeben hat. „Ohne so eine großzügige Förderung wäre es für uns unmöglich gewesen, so ein Projekt zu stemmen“, betonte Butenschön.
Die Großbaustelle, über deren Entwicklung man sich via Webcam live auf www.gemeindewerke-hohenwestedt.de informieren kann, befindet sich genau dort, wo ab 1908 zunächst ein privater Badeteich zum Schwimmen einlud. Becken und Funktionsgebäude entstanden in den 60er und 70er Jahren. „Auf dem alten Bestand ließ sich nichts Neues mehr aufbauen, die Technik war in weiten Teilen überholt, und Mängel gab es auch in den Bereichen Barrierefreiheit und Attraktivität“, fasste Butenschön die Defizite der alten Badeanstalt zusammen und kündigte öffentliche Baustellenbegehungen an, zu denen die Gemeinde die Bevölkerung im März einladen will.
„Es ist mir eine große Freude, in so einer dynamischen und innovativen Stadt zu Gast zu sein“, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote, lobte das Verantwortungsbewusstsein der Hohenwestedter für die Region und trug sich ins „Goldene Buch“ der Gemeinde ein.
