Stadtwerke investieren in Freizeitbad

4 Millionen Euro fließen in Schmuckstück

GEESTHACHT

Läuft alles nach Plan, zählt das Geesthachter Freizeitbad zum Saisonstart 2021 ein Becken mehr – ohne die Wasserfläche zu vergrößern. Das Nichtschwimmerbecken soll in zwei unabhängige Bereiche getrennt werden. Diese und weitere Maßnahmen sollen nach Saisonende starten. Markus Prang, Geschäftsführer der das Bad betreibenden Stadtwerke, stellte die Pläne vor.

Geesthachts Freibad fehlen 100.000 Gäste

Die Gästezahlen bereiten Sorgen. Das Freizeitbad gehöre zwar weiter zu den besucherstärksten Bädern in Norddeutschland, hob Prang hervor. Grundsätzlich sei die Entwicklung aber negativ. So sank die Zahl der Badegäste von 220.000 im Jahr 2006 auf etwa 120.000 (2019). Gründe sind laut Prang das veränderte Freizeitverhalten wie auch die Einführung der Ganztagsschule.

Die Attraktivität des Freizeitbades soll steigen. „Es muss wieder ein Ort werden, wo Schüler ihre Ferien verbringen wollen“, fordert Prang. Aber auch alle anderen Generationen sollen sich wiederfinden. Motto: Mehr Animation und Spaß. Bei der Auswahl der Themenwelten und eines Maskottchens sollen Besucher mitwirken.

Die Badesaison endet 2020 zwei Wochen eher, am 31. August. Zum Saisonstart 2021 Mitte Mai, spätestens Anfang Juni soll alles fertig sein. Verzögern sich die Arbeiten, soll der Badebetrieb dennoch starten. Notfalls werden unfertige Bereiche mit einem Zaun abgeteilt.

Als Kosten sind vier Millionen Euro veranschlagt. 2,3 Millionen kommen als zinsgünstige Förderung vom Land. Herzstück ist die Teilung des Nichtschwimmerbeckens. Für den Ostteil ist unter anderem ein Strömungskanal geplant, der flachere Westteil wird mit Sportgeräten und Wasserkanonen ausgestattet. Früher war auch ein hydraulisch verstellbarer Boden im Gespräch, um die Wassertiefe variieren zu können. Das wird nicht mehr verfolgt.

In Planung sind zwei neue Rutschen, darunter eine Speed-Rutsche. Für Familien mit kleinen Kindern wird der Planschbereich neu gestaltet – mit verbesserten Sichtachsen auf die „Lütten“.

Automatische Beckenabdeckung spart Energiekosten

Investiert wird auch in Technik. So sorgen hochmoderne Kunststofffilter für sauberes Wasser, zudem ist die Anlage künftig von der Zentrale der Stadtwerke aus fernsteuerbar. Beckenabdeckungen fahren abends automatisch aus und reduzieren so die Heizkosten.