Harburg plant smartes Gewerbegebiet

Der Bund fördert die Erstellung eines 5G-Konzeptes für den Innovationspark in Buchholz mit
100.000 Euro

WINSEN/LUHE/BERLIN

Wenn von 5G die Rede ist, geht es oft um Smartphones und welche Auswirkungen der neue Standard für mobiles Internet auf die Nutzer hätte. Doch ein Interesse an der Ausbreitung und Umsetzung der neuen Technologie haben vor allem Unternehmen. Sie erhoffen sich neue Möglichkeiten, einen schnelleren Austausch von Daten und eine stärkere Vernetzung.

Der Landkreis Harburg geht bei 5G nun voran: Als einer von 138 Bewerbern wurde der Landkreis jetzt im Rahmen des 5G-Innovationswettbewerbs des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ausgewählt und erhält 100 000 Euro für die Erstellung des Konzeptes „USING5G“ (zu deutsch etwa: 5G verwenden).

In enger Kooperation mit der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg will die Kreisverwaltung den Innovationspark Nordheide – das TIP in Buchholz – als sogenanntes smartes Gewerbegebiet mit einer gemeinsamen 5G-Infrastruktur entwickeln.

Das Konzept sieht vor, neue Anwendungen in den drei geplanten 5G-Testfeldern „smarte Produktion und smarte Gebäude“, „intelligenter Katastrophenschutz“ und „ländliche Mobilität“ zu entwickeln und zu erproben. Im Testfeld „smarte Produktion und smarte Gebäude“ geht es um den Einsatz von 5G in Bereichen der autonomen Produktion insbesondere im Zusammenspiel mit intelligenter Gebäudetechnik. Im Testfeld „intelligenter Katastrophenschutz“ stehen moderne Echtzeit-Informations- und Steuerungssysteme für den Aufbau einer digitalen Leitstelle im Vordergrund. Beim Testfeld „ländliche Mobilität“ geht es zum Beispiel um intelligente Verkehrssteuerung oder den Einsatz von Mobilitätsdiensten. Mit einer adäquaten Leerrohr- und Glasfaserinfrastruktur sollen im TIP von Beginn an die baulichen Voraussetzungen für die 5G-Technologie geschaffen werden.

Im nächsten Schritt erstellt der Landkreis Harburg in Kooperation mit Kommunen, Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft und Behörden sowie unter Beteiligung der Öffentlichkeit ein Konzept, das als Grundlage für einen Antrag auf Projektförderung in Phase zwei des 5G-Innovationsprogrammes dienen soll. Dabei geht es darum, konkrete Anwendungsfälle zu entwickeln, wie sie zum Beispiel Benutzer- oder Steuerungsprogramme für mobile Endgeräte darstellen, soweit diese von der Geschwindigkeit der neuen 5G-Technologie profitieren können. Los geht es mit einer Auftaktveranstaltung am 28. Januar. Danach folgen entsprechend der genannten Testfelder verschiedene Arbeitsgruppensitzungen. Am Ende wird das Konzept in einer Abschlussveranstaltung öffentlich vorgestellt.