Lunden erhebt ab April Gebühren für die Nutzung der Ladesäule
LUNDEN
In Lunden ist es bald vorbei mit dem Tanken von kostenlosem Strom. Die Gemeindevertretung hat einstimmig beschlossen, die Energie an der Ladesäule künftig nur noch gegen Bezahlung abzugeben. Die neue Regelung soll voraussichtlich zum 1. April in Kraft treten.
Florian Meyer von den Stadtwerken Heide, die die E-Tankstelle an der Nordbahnhofstraße betreiben, stellte am Mittwochabend die aktuellen Zahlen vor. Von September vergangenen Jahres bis Oktober 2019 wurde 233-mal geladen und 3440 Kilowattstunden Strom verbraucht. In Euro ausgedrückt: Es wurde für rund 900 Euro getankt.
Genau das ist den Gemeindevertretern zu viel Geld. „Es steht immer nur derselbe mit seinem Auto vor der Säule“, sagte Bürgermeister Jörn Walter (SPD). Das sah Holger Kühl nicht ganz so: „Es stehen auch Fahrzeuge der Amtsverwaltung dort und werden betankt.“ Ein Einwurf, den Walter nicht uneingeschränkt gelten lassen wollte: „Manchmal steht dort ein Fahrzeug des Amtes, manchmal nicht.“
Ganz kostenlos ist das Einführen einer Gebühr für den Strom aber nicht. Wie Florian Meyer sagte, falle pro Ladepunkt eine monatliche Gebühr in Höhe von 25 Euro für die Zahlungsabwicklung an. Da die Säule in Lunden zwei Ladekabel hat, würden 50 Euro im Monat oder 600 Euro pro Jahr anfallen. Um allein diese Summe wieder einzuspielen, müssten 2000 Kilowattstunden verkauft werden, rechnete Meyer den Gemeindevertretern vor.
Für die Lokalpolitiker eine gute Lösung. „Das ist jetzt so, und das wird sich in Zukunft tragen, denn die Elektrofahrzeuge werden mehr werden“, sagte Uwe Jeß (WGL). Die Nachfrage nach Ladepunkte werde steigen. Und selbst wenn niemand mehr sein Auto aufladen würde, gehe die Rechnung für die Gemeinde auf, so Walter: „Dann haben wir 300 Euro weniger Kosten.“ Als möglichen Termin für die Einführung nannte Walter den 1. April. „Die Säule muss noch umgebaut und vorbereitet werden.“ Bezahlt werden könnte dann mit Kreditkarte, über einen Zahlungsdienstleister über das Handy oder auch mit der Girokarte mit RFID-Chip.