Stadtwerke füllen Stadtsäckel kräftig auf

PINNEBERG

Die Stadt profitiert von den Pinneberger Stadtwerken. 3,9 Millionen Euro fließen in das Stadtsäckel. Das sagte CDU-Ratsherr Dietrich Drechsler (Foto), der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats bei den Stadtwerken ist. Das Betriebsergebnis liege 4,1 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. „Die Stadtwerke arbeiten weiterhin auf hohem Ergebnisniveau“, lautete Drechslers Fazit.

Dieser Satz klang fast wie ein Plädoyer für den Stadtwerke-Chef Sven Hanson (Foto, rechts), der in der Ratsversammlung zu Gast war. Allerdings wurde mit keinem Wort der Eklat um seine Person erwähnt, der am Donnerstag hochkochte. Wie berichtet, wirft die Gewerkschaft Verdi Hanson vor, dass er Arbeitnehmer massiv attackiere, Abmahnungen wie Knöllchen verteile und unberechtigte Kündigungen auf den Weg gebracht habe. Hanson dementierte alle Vorwürfe im Vorfeld.

Es wurde in der Sitzung aber beschlossen, dass Hanson mit der Stadt Gespräche mit dem Ziel aufnimmt, den Konzessionsvertrag zu ergänzen, um die Löschwasserversorgung für die Feuerwehr zu garantieren. Hanson soll sich bisher weigern, das zu tun.

Joachim Dreher (Grüne und Unabhängige) stellte den Antrag, die Entlastung des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung zu vertagen. Wegen der Verschwiegenheitspflicht des Aufsichtsrats bestehe keine Transparenz, kritisierte Tafin Ahsbahs (Grüne und Unabhängige). Der Antrag fand indes keine Mehrheit. Dreher erklärte gestern auf Anfrage unserer Zeitung: „Dieser Antrag hat nichts mit dem Eklat um Hanson zu tun. Davon wussten wir vorher nichts.“ Die Fraktion werde sich jedoch mit dem Thema am kommenden Montag beschäftigen.